Weil Demokratie nicht selbstverständlich ist! 

Unsere Demokratie ist verletzlich. Sie kam nicht von allein und sie ist uns nicht garantiert. Wir müssen sie leben, nachhaltig schützen, pflegen und stärken. Deshalb steht der diesjährige Förderpreis “Verein(t) für gute Kita und Schule” unter dem Motto “Demokratie gestalten – Frieden und Freiheit l(i)eben“. Bewerben Sie sich mit Ihrem Demokratie-Projekt für die drei mit 5.000 Euro dotierten Förderpreise und den Publikumspreis.

Demokratieprojekte in Kitas und Schulen sind entscheidend für die frühzeitige Förderung demokratischer Werte und Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen. Sie tragen dazu bei, ein Verständnis für demokratische Prozesse, Mitbestimmung und die Bedeutung von Teilhabe zu entwickeln.

Wir möchten Ihnen mit den nachfolgenden Beispielen konkrete Hinweise auf Projekte geben, wie wir sie für den Förderpreis „Verein(t) für gute Kita und Schule“ suchen. Alle nachfolgend beispielhaft aufgeführten Projektideen gehen mit dem Beutelsbacher-Konsens konform und können zum Nachmachen empfohlen werden.

Schicken Sie uns Informationen zu einem Projekt an Ihrer Kita oder Schule und berichten Sie uns über Ihre wertvollen Erfahrungen mit den Kindern, den Eltern und Erziehungsberechtigten, den Lehrkräften und Erzieher*innen, den Kitaleitungen und Schulleitungen sowie dem sozialen Umfeld ihrer Kita und Schule, soweit es einbezogen war.

Hier ein paar Beispiele für mögliche Projekte:

1. Kinderparlamente und Schulparlamente:

Kinderparlamente in Kitas: Kinderparlamente bieten schon den Jüngsten die Möglichkeit, ihre Meinungen und Wünsche zu äußern, Kompromisse auszuhandeln und aktiv an Entscheidungen mitzuwirken, die ihren Alltag betreffen. Dies fördert frühes Demokratieverständnis und Verantwortungsbewusstsein.

Schulparlamente: Ältere Schüler*innen können in Schulparlamenten, Schüler*innenvertretungen oder Versammlungen der Klassensprecher*innen ihre Interessen vertreten und an der Schulentwicklung mitarbeiten. Sie lernen dabei, wie demokratische Prozesse ablaufen und wie man Kompromisse findet.
2. Projektwochen und Workshops:

Demokratie-Projektwochen: In speziellen Projektwochen können Themen wie Menschenrechte, Mitbestimmung, Toleranz und Diversität behandelt werden. Dies kann durch Workshops, Rollenspiele und Diskussionen geschehen, wie das Friedrich-Engels-Gymnasium in Berlin mit ihren Projekttagen Toleranz und Vielfalt umsetzt.

Workshops zu spezifischen Themen: Themen wie Konfliktlösung, gewaltfreie Kommunikation, Ethik, globale Perspektiven, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), die Bedeutung von Wahlen oder 75 Jahre Grundgesetz können in Form von Workshops vertieft werden.
3. Partizipative Projekte:

Mitgestaltung des Schulumfelds: Schüler*innen können in Projekten aktiv an der Gestaltung ihres Schul-, Bildungsalltags und Unterrichts beispielsweise durch Gleitzeitmodelle für Schüler*innen, der Organisation von Schulveranstaltungen, eigenentwickelte Lernpläne oder die Entdeckung neuer Lernorte wie die Grundschule Goetheschule Otterbach es mit ihrem Waldprojekt ermöglicht
4. Demokratiebildung im Unterricht mit externen Partner*innen bzw. Lernorten:

Zusammenarbeit mit NGOs und Bildungseinrichtungen: Externe Partner*innen wie Stiftungen, Vereine und politische Bildungseinrichtungen können Workshops und Projekte unterstützen und ihr Fachwissen einbringen. Themen der Demokratiebildung können in verschiedenen Fächern integriert werden, beispielsweise in Sozialkunde, Geschichte, Ethik oder auch in den Sprach- und Literaturunterricht.

Besuche von politischen Institutionen: Exkursionen zu Parlamenten, Rathäusern oder anderen politischen Institutionen können den Schüler*innen einen direkten Einblick in demokratische Prozesse geben.

Besuche von historischen Erinnerungsorten: Exkursionen zu Museen, Denkmälern oder Gedenkstätten können Zeichen für die Erinnerungskultur setzen, wie bspw. eine Realschule in Münster mit einer „Radtour gegen das Vergessen“ zur KZ-Gedenkstätte Ravensbrück.

– Projektarbeiten und AGs: Schüler*innen können eigene Projekte zu demokratiebezogenen Themen entwickeln und präsentieren, was eigenständiges Arbeiten und kritisches Denken fördert. Beispielsweise bietet das Siemens Gymnasium in Berlin mit der AG Feminismus einen Raum, um sich mit Geschlechtergerechtigkeit und Diversität zu befassen. In Projekten können aber auch ethische Fragen wie „Wo fängt meine Freiheit an und wo hört sie auf? Welche Auswirkungen hat mein Handeln auf andere?“ diskutiert werden.

5. Förderung von Engagement und Ehrenamt:

Schüler*innenclubs und -initiativen: Die Gründung von Schüler*innenclubs oder -initiativen zu Themen wie Nachhaltigkeit, Soziales, Kultur oder ehrenamtlichem Engagement können Demokratielernorte sein. Sie stärken das Engagement und die Eigenverantwortung der Schüler*innen.

Partizipationsprojekte: Projekte, bei denen Kinder und Jugendliche aktiv in der Gemeinde, der Kita, Schule oder Fördervereinen mitwirken können, beispielsweise bei der Organisation von Festen, sozialen Projekten, Nachhaltigkeitsinitiativen, wie die Wilhelm-Staehle-Schule in Neuenhaus ihre Schüler*innen durch unterschiedliche Projekte.
6. Erlernen von Methoden demokratischen Handelns:

Debattieren lernen
Debattieren ist ein wesentlicher Bestandteil demokratischer Prozesse. Beim Debattieren muss man die Position der Gegenseite verstehen. Dies fördert die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen und verschiedene Sichtweisen zu berücksichtigen und es wird gelernt, wie man konstruktiv mit Meinungsverschiedenheiten umgeht und konsensfähige Lösungen findet.

Fake Nachrichten erkennen
Eine richtig informierte Öffentlichkeit ist die Grundlage jeder funktionierenden Demokratie. Fake News verbreiten oft falsche oder verzerrte Informationen, die zu Missverständnissen und Fehlentscheidungen führen können. Ihre Erkennung trägt dazu bei, die Integrität des demokratischen Prozesses zu bewahren.

    Die Bewerbungsphase läuft noch bis zum 30. Juni 2024. Melden Sie sich mit Ihrem Projekt ganz unkompliziert und formlos bei dem zuständigen Verband:

    • Baden-Württemberg
      Bundesverband der Kita- und Schulfördervereine e.V. (BSFV)
      Ansprechperson: Jutta Arlitt
      E-Mail-Adresse: mail@bsfv.online
      Telefonnummer: 07127 980 17 95
    • Bayern
      Landesverband der Kita- und Schulfördervereine Bayern e.V. (LSFV.Bayern)
      Ansprechpersonen: Petra Proft; Hans-Joachim Franze
      E-Mail-Adresse: foerderpreis2024@lsfv.bayern
      Telefonnummer: 0172 8216850
    • Berlin-Brandenburg
      Landesverband der Kita- und Schulfördervereine Berlin-Brandenburg e.V. (lsfb)
      Ansprechperson: Beate Krenz
      E-Mail-Adresse: foerderpreis@lsfb.de
      Telefonnummer: 030 3034 1910
    • Bremen
      Landesverband der Kita- und Schulfördervereine Hansestadt Bremen i.Gr.
      Ansprechperson: Jan Janicki
      E-Mail-Adresse: mail@lsfv-hb.de
      Telefonnummer: nach Vereinbarung
    • Hamburg
      Landesverband der Kita-, Schul- und Fördervereine Hamburg e.V.
      Ansprechperson: Norbert Fahrenkrug
      E-Mail-Adresse: info@lsfh.de
      Telefonnummer: nach Vereinbarung
    • Hessen
      Bundesverband der Kita- und Schulfördervereine e.V. (BSFV)
      Ansprechperson: Jutta Arlitt
      E-Mail-Adresse: mail@bsfv.online
      Telefonnummer: 07127 980 17 95
    • Mecklenburg-Vorpommern
      Landesverband der Kita- und Schulfördervereine Mecklenburg-Vorpommern i.Gr. (LVFMV)
      Ansprechpersonen: Dagmar Müller, Meike Hammann
      E-Mail-Adresse: initiativgruppe@lvfmv.dedagmar.mueller@slsfv.de
      meike.hammann@stiftungbildung.org
      Telefonnummer: nach Vereinbarung
    • Niedersachsen
      Landesverband der Kita- und Schulfördervereine Niedersachsen e.V. (LSFV-N)
      Ansprechperson: Peter Gebauer
      E-Mail-Adresse: info@lsfv-n.de
      Telefonnummer: nach Vereinbarung
    • Nordrhein-Westfalen
      Landesverband der Kita- und Schulfördervereine Nordrhein-Westfalen e.V.
      Ansprechperson: Michael Mergen
      E-Mail-Adresse: mail@lsfv.nrw
      Telefonnummer: nach Vereinbarung
    • Rheinland-Pfalz
      Landesverband der Kita- und Schulfördervereine Rheinland-Pfalz (LSVF-RP)
      Ansprechpersonen: Dr. Asif Stöckel-Karim, Veronika Snider-Wenz
      E-Mail-Adresse: mail@lsfv-rp.de
      Telefonnummern: 0172 4106918 (ASK), 0157 74148960 (VSW)
    • Saarland
      Bundesverband der Kita- und Schulfördervereine e.V. (BSFV)
      Ansprechperson: Jutta Arlitt
      E-Mail-Adresse: mail@bsfv.online
      Telefonnummer: 07127 980 17 95
    • Sachsen
      Sächsischer Landesverband der Kita- und Schulfördervereine e.V. (SLSFV)
      Ansprechpersonen: Dagmar Müller, Anna Hemann, Rainer Müller
      E-Mail-Adresse: dagmar.mueller@slsfv.de
      anna.hemann@slsfv.deinfo@slsfv.de
      Telefonnummer: 0172 342 9011
    • Sachsen-Anhalt
      Landesverband der Kita- und Schulfördervereine Sachsen-Anhalt e.V. (LSFV-ST)
      Ansprechpersonen: Karl Beck, Beppo Brandenburger
      E-Mail-Adresse: foerderpreis@lsfv-st.de
      Telefonnummern: 0172 3408300 (KB); 0171 2975815 (BB)
    • Schleswig-Holstein
      Landesverband der Kita- und Schulfördervereine Schleswig-Holstein (LVFV) e.V.
      Ansprechperson: Michael Wichmann
      E-Mail-Adresse: 1vs@lvfv.de
      Telefonnummer: 0171 1275257
    • Thüringen
      Thüringer Landesverband der Schulfördervereine e.V. (tlsfv)
      Ansprechperson: Kristina Knabe-Märtin
      E-Mail-Adresse: geschaeftsstelle@tlsfv.de
      Telefonnummer: 03641 6283 745

    Weitere Informationen:
    >> Ausschreibung Förderpreis “Verein(t) für gute Kita und Schule” 2024
    >> Seite der Stiftung Bildung (www.stiftungbildung.org)