Ganztagskongress in Berlin: Übergänge weiterdenken

Der Bundesverband der Kita- und Schulfördervereine (BSFV) war am 22. und 23. Juni auf dem Ganztagskongress „Übergänge weiterdenken“ in Berlin vertreten. Mit einem eigenen Informationsstand präsentierte der Verband die Arbeit der Kita- und Schulfördervereine und nutzte die Gelegenheit zum Austausch mit politischen Entscheidungsträgern, Fachkräften und Engagierten aus dem gesamten Bundesgebiet.

Für den BSFV nahmen die Vorstandsmitglieder Peter Gebauer und Dagmar Müller am Kongress teil. Sie brachten die Perspektiven der Fördervereine in die Diskussionen ein, knüpften neue Kontakte und informierten sich über aktuelle Entwicklungen rund um den Ausbau der Ganztagsbildung.

Der Kongress brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Kommunen, Schulen, Kinder- und Jugendhilfe sowie der Zivilgesellschaft zusammen, um zentrale Fragen rund um die Zukunft des Ganztags zu diskutieren.

Im Mittelpunkt stand der schrittweise in Kraft tretende Rechtsanspruch auf Ganztagsförderung für Kinder im Grundschulalter ab dem 1. August 2026. Dieser Meilenstein eröffnet neue Chancen für Bildungsgerechtigkeit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, stellt Schulen, Träger und Kommunen zugleich aber auch vor große organisatorische und pädagogische Herausforderungen.

Unter dem Motto „Übergänge weiterdenken“ richtete der Kongress den Blick auf die vielfältigen Übergänge im Alltag von Kindern: von der Kita in die Grundschule, zwischen Unterricht und außerunterrichtlichen Angeboten sowie zwischen Schule, Familie, Jugendhilfe und weiteren Partnern. Im Fokus stand die Frage, wie diese Übergänge so gestaltet werden können, dass Kinder bestmöglich begleitet und in ihrer Entwicklung gestärkt werden.

Für den BSFV sind diese Themen von besonderer Bedeutung. Kita- und Schulfördervereine leisten vielerorts bereits heute einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung eines lebendigen Ganztags. Sie fördern Projekte, unterstützen Kooperationen mit außerschulischen Partnern und schaffen zusätzliche Bildungs-, Bewegungs- und Freizeitangebote. Gerade dort, wo verschiedene Akteure zusammenarbeiten, können Fördervereine als engagierte Brückenbauer wirken und das gesellschaftliche Engagement vor Ort stärken.

Der eigene Stand bot dem BSFV die Möglichkeit, mit zahlreichen Akteurinnen und Akteuren ins Gespräch zu kommen, die Arbeit des Verbandes vorzustellen und auf die wichtige Rolle von Fördervereinen im Bildungsbereich aufmerksam zu machen. Die Gespräche zeigten, wie groß das Interesse an erfolgreichen Kooperationsmodellen und einer stärkeren Beteiligung der Zivilgesellschaft bei der Gestaltung des Ganztags ist.

Die Erkenntnisse und Anregungen aus Berlin werden in die weitere Verbandsarbeit einfließen. Denn ein qualitativ hochwertiger Ganztag gelingt nur gemeinsam: mit starken Schulen, engagierten Partnern, aktiven Fördervereinen und einer lebendigen Zivilgesellschaft. Fördervereine sind dabei ein wichtiger Teil der Lösung.

Podiumsdiskussion

Matthias Ritter-Engel (BMBFSFJ),
Dagmar Müller, Peter Gebauer

Herr Dr. Bloße (Landesamt für Schule und Bildung, Sachsen)
Dagmar Müller